Anforderungen und Regeln für das Training
von Shaolin Kung Fu Wien


Anfänger, die mit dem Training beginnen wollen, sollten über einen normalen Gesundheitszustand verfügen. Die Beweglichkeit sollte nicht zu stark eingeschränkt sein. Jenen, die sich nicht gesund genug für das Kung Fu Training halten, empfehlen wir zuerst mit Qi Gong Ihre Gesundheit wiederherzustellen. Wer zwar gesund aber nicht fit ist, kann direkt ins Kung Fu Training einsteigen. Die Fitness kommt dann durch das Training von selbst!

Um Verletzungen zu vermeiden, müssen Fingernägel kurz geschnitten sein.

Uhren, Ketten, etc. sollten, wie bei jeder sportlichen Betätigung, abgelegt werden.

Für Einsteiger sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich!

Frauen und Männer jeden Alters und jeder Religionsangehörigkeit sind bei uns willkommen.

Eine Altersbegrenzung gibt es nicht, beginnen kannst du mit 4 Jahren.

Regeln für das Training in
Shaolin Kung Fu und Shaolin Qi Gong:

1 - Disziplin
Pünktlich zum Training kommen und seine Gefühle wie Zorn, Angst oder Faulheit unter Kontrolle haben. Während der Meditation nicht durch den Raum gehen. Beim Betreten und Verlassen des Trainingsraums mit dem Shaolin-Gruß grüßen. Kein Gerede während des Trainings, außer um anderen zu helfen. Zum Trinken den Raum verlassen.

2 - Respekt
Um Harmonie zu erreichen, muss man seinen Gegner respektieren wie sich selbst.
(YIN und YANG: 50% geben und 50% nehmen)

3 - Gerechtigkeit und Ehrlichkeit
nach der Lehre Buddhas.

4 - Hilfsbereitschaft
gegenüber den Schwächeren.

5 - Fairness

6 - Treue zum Stil

Schüler haben sich an die Hausordnung zu halten und den Anweisungen der Lehrer Folge zu leisten.

Verletzungen und Krankheiten sind den Trainern vor Beginn des Trainings mitzuteilen.

 


Bitte achtet beim Training und insbesondere bei Freikampfübungen auch weiterhin sorgfältig darauf, den Trainingspartner und Euch selbst möglichst nicht zu verletzen.

Bitte achtet bei Partnerübungen auf Folgendes:

- Nicht auf empfindliche und besonders verletzungsgefährdete Körperteile schlagen oder treten wie: Kopf (außer im Kampfkurs mit Handschuhen, aber dosiert!), Hals, Busen, Ellenbogen, Genitalien, Knie. Auch beim Schlagen auf die übrigen Körperteile gilt es, die Dosis richtig einzustellen, so dass der Gegner/Trainingspartner nicht verletzt wird!

- Achtet auf Eure Finger!
Der Daumen muss anliegen, die Finger müssen angespannt sein. Im Zweifelsfall macht Ihr lieber gleich zwei Fäuste, und auch diese müssen angespannt sein.

- Beachtet die Konstitution und Tagesform Eures Gegners!
Passt Euren Kampfstil, Euer Tempo und die Härte Eurer Schläge an Euren jeweiligen Gegner an – der eine Trainingspartner verträgt eine „härtere Gangart“, der andere aber nicht. Vielleicht merkt der Gegner selbst zu spät, wo seine Grenzen liegen – achtet selbst sorgfältig darauf, die angemessene Dosierung zu wählen.

- Stimmt Euch mit dem Trainingspartner darüber ab, wie hart Ihr beide bei den Freikampfübungen kämpfen wollt!
Wenn Ihr etwas härter kämpfen wollt und Euch beide darüber einig seid, ist das in Ordnung.
Andererseits: Sagt dem Gegner, wenn Ihr Euch nicht bereit fühlt für Kontakt – dann kämpft Ihr, ohne den Gegner auch überhaupt nur zu berühren – schlagt in die Richtung des Gegners in die Luft, aber haltet genügend Abstand ein, so dass Ihr den Gegner nicht trefft.
Respektiert auch, wenn Euch ein Trainingspartner sagt, dass er nicht so hart, ganz ohne Kontakt oder gar nicht kämpfen will!

- Kämpft kontrolliert!
Lernt, die Distanz, Platzierung und Dosis von Schlägen und Tritten so präzise einzustellen, dass ernste Verletzungen beim Training unter allen Umständen vermieden werden. Sobald Ihr merkt, dass es aufgrund der Tagesform oder aus sonstigen Gründen mit der Platzierung oder Dosierung nicht so klappt, nehmt einen Gang raus und kämpft vorsichtiger, auch wenn der Trainer die Schüler gerade anfeuert, alles zu geben. Ihr sollt alles geben, aber nicht mehr, als ohne ernste Verletzungen möglich ist. (Wir reden hier natürlich nicht über blaue Flecken und Muskelkater...)

- Großmeister Bambang Tanuwikarja


Die 10 Shaolin Gesetze
an welche sich ein Schüler halten soll:

Die zehn Shaolin Gesetze sind nicht religiös und unabhängig von Kultur und Rasse. Das heißt, alle Kulturen und Rassen wären sich einig, dass diese Gesetze wünschenswerte Eigenschaften fördern. In der Shaolin Tradition wirken Gesetze weder einschränkend noch bestrafend. Sie sind als praktische Hilfsmittel gedacht, damit Anhänger gesetzte Ziele erreichen. In diesem Falle sind die Ziele die bestmöglichen Ergebnisse aus dem Shaolin Kung Fu Training für Kampfeffizienz, fröhliches Leben, Geistesexpansion und spirituelle Erfüllung.

Die Shaolin Gesetze sind nicht rechtsverbindlich, bei Nichteinhaltung dieser Gesetze kann man nicht vor Gericht angeklagt werden. Die Verbindlichkeit ist moralisch. Ein Anhänger akzeptiert diese Gesetze nicht weil er muss, sondern weil er glaubt, bei der physischen, emotionellen, mentalen und spirituellen Entwicklung eine Beihilfe zu erhalten. Falls er die Gesetze nicht befolgt, kann er nach genügenden Warnungen aus dem Shaolin Training ausgeschlossen werden, nicht als Bestrafung, sondern weil das Training für ihn nicht geeignet ist.

Der Anhänger ist
1. - aufgefordert den Meister zu respektieren, den moralischen Weg zu ehren und andere Anhänger wie Brüder und Schwestern zu lieben.
2. - aufgefordert die Shaolin Künste fleißig zu üben und als Voraussetzung physisch sowie mental gesund zu sein.
3. - aufgefordert für Eltern möglichst ideales Kind zu sein, ältere Menschen zu respektieren und junge Menschen zu beschützen.
4. - aufgefordert sich für Gerechtigkeit einzusetzen sowie weise und mutig zu sein.

Dem Anhänger ist
5. - verboten undankbar oder skrupellos zu sein - die Gesetze von Menschen oder des Himmels zu missachten.
6. - verboten zu vergewaltigen, belästigen, Böses tun, stehlen, rauben, entführen oder betrügen.
7. - verboten mit bösen Menschen zu verkehren sowie Gemeinheiten zu verüben.
8. - verboten Macht – ob offiziell oder physisch – zu missbrauchen sowie Gutes zu unterdrücken und Liebenswürdige zu tyrannisieren.

Der Anhänger ist
9.   - verpflichtet human und einfühlsam zu sein, Liebe zu fördern sowie unendlichen Frieden und Glücklichkeit für alle Menschen zu realisieren.
10. - verpflichtet großzügig und tapfer zu sein, Talente zu fördern und die Shaolin Künste an würdige Anhänger weiterzugeben.

- Großmeister Wong Kiew Kit, übersetzt von Sifu Roland Mastel.

 



Wenn du aufgebracht bist, tue und sage nichts.
Atme langsam ein und aus, und warte,
bis dein Geist wieder ruhig und klar ist.
- aus Shaolin




Ende

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